Lesung "Unsere Töchter, die Nazinen" von Hermynia zur Mühlen
- Omas gegen Rechts Halle

- 28. Aug.
- 1 Min. Lesezeit

Hermynia Zur Mühlen porträtiert in ihrem 1933/34 verfassten Roman drei ältere Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten - eine Arbeiterin, eine Aristokratin und eine Arztfrau.In sechs Monologen und gleichzeitig im Dialog mit den Mädchen erzählen die Mütter, wie es kam, dass ihre Töchter kurz vor Hitlers Machtergreifung zu überzeugten Parteigängerinnen der Nazis wurden und wie sie die Wandlungen ihrer Töchter, ihre Ratlosigkeit und ihre Konflikte miterleben.
Was passiert in einer Beziehung zwischen Mutter und Tochter, wenn das Kind den gewohnten oder anerzogenen Werten und Prinzipien entrinnt? Wieviel Entfremdung hält sie aus? Wie weit kann eine Mutter sich abwenden?
Der Roman hinterfragt aus weiblicher Sicht die weibliche Beteiligung und Haltung zum Nazi-Aufschwung.
In Zusammenhang mit den jeweiligen Familienbiografien werden gleichzeitig die politischen Veränderungen in Deutschland seit 1918 reflektiert.
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